Frankfurt und Drogen – eben gingen wir die Treppen am Frankfurter Hauptbahnhof hinab und wären wieder mal fast noch in eine gebrauchte Kanüle getreten. Was macht die da bloß. Was ist mit der Sparsamkeit unserer Junkies geworden – wird die nicht mehr mehrfach verwendet und mit anderen Gleichgesinnten geteilt? Ich teilte meinen unfreiwilligen Fund einem Bahn-Mitarbeiter mit. Seine Antwort fiel auch überraschend aus: “Das war sicher von einem Drogenabhängigen.”
“Glaube ich auch”, pflichtete ich ihm bei, “aber wie kommt das Ding dort weg? Hier laufen Kinder rum, und die kennen sich noch nicht so gut damit aus.”
Er schaute noch verwirrter drein und sagte: “Ich gehe später zu den BGS-Beamten.”
Das kaufte ich ihm nicht ab. “Machen sie das gleich? Oder soll ich besser zu den BGS-Beamten gehen?”
Die Antwort war klar: “Wenn sie noch eine Minute haben…”
Natürlich bin ich zu den BGS-Leuten rüber. Die haben per Funk ein paar Kollegen um Entsorgung gebeten.
Der goldene Schuss lag bei den Berlinern weitaus treffsicherer. Im Jahre 2006 starben 160 Berliner. In Frankfurt sind 31 Menschen zu Tode gekommen.
Es gibt zwar keine Junkie-Zählung, aber die Anzahl der Drogendelikte je hunderttausend Einwohner einer Stadt war 2007 in Frankfurt mit über 900 Drogendelikten mit Abstand in Deutschland am höchsten.
eknhok
Wenn Beitrag interessant, bedanke ich mich für Deine Stimme