20.06.2009

Woolworth, Karstadt und andere Unternehmensvernichter

Insolvenzverfahren, so weit das Auge reicht. Insolvenzverwalter in ihrem Element. Jahrelang wirtschaftet man sich in Richtung Ruin. Betteleien beim Staat von Karstadt Quelle – Arcandor enden mit dem Hinweis, dass auch dieses Konzept unzureichend sei, um staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen. Wen erstaunt es. Woolworth wechselt Geschäftsführer, wo nun ein Experte bald herangezogen wird, der sich mit der Abschuss-Fahrt prima auskennt – er wirkte nämlich bei Karstadt, die unlängst ebenfalls Insolvenz anmelden mussten, mit.

Nun ist es wirklich an der Zeit, die Personen einer Geschäftsführung, mit ihrer Verantwortung für das Unternehmen und die Mitarbeiter stärker in die Verantwortung zu nehmen.

Der betriebswirtschaftliche Studienzweig ist einer der beliebtesten. Controlling-Abteilungen arbeiten stets auf Hochtouren. Wer hört wem nicht zu? Oder sind unternehmerische Entscheidungen, wie beispielsweise Schiesser viele Millionen in Geschäfts-Versuche unaufhörlich investiert und sich hoffnungslos verschuldet, einfache und emotionale Handlungen, ohne die notwendige Weitsicht und das vernünftige Augenmaß? Auch in unserem Betrieb herrscht solch ein Genie. Man nennt es unter vorgehaltener Hand das “Bitter Management”, sehr  bitter. Typisches Verhalten ist entsetztes Zurücklehnen, seufzen und ein lautes Jammern “Mensch Kinners, warum ist das so, was müssen wir anders machen?”.

Vielleicht muss der Blick mehr ins Geschäft gerichtet werden. Direkt ins Geschäft. Um überhaupt wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, was tatsächlich vorgeht. Denn einzig eine Meta-Sicht auf ein Unternehmen ist die Garantie für ein flottes Down Hill.

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